Verkehrsforschungsstudie
Verkehrsforschungsstudie
Marktforschungsbericht
Marktforschungsbericht
- Zusammenfassung
- Einführung
- Hintergrund
- Marketing und Promotion
- Überprüfung vorheriger Forschungsergebnisse
- Digitale Umfrage
- Fokusgruppen
- Influencer-Interviews
- Abgefangene Interviews
- Persona Reiseerlebnisse
- Benchmarks
- Prüfung der Materialien/Öffentlichkeitsarbeit von Austin TDM
- Zusammenfassung der Ergebnisse
- Empfehlungen
- Kommunikationsideen
Zentraltexas durchläuft derzeit eine entscheidende Ära in seiner Verkehrsgeschichte, die durch milliardenschwere Investitionen in Stadtbahnen, den Ausbau des Schnellbussystems und bedeutende Autobahnmodernisierungen gekennzeichnet ist.
Hindernisse für Veränderungen verstehen
Diese Projekte versprechen zwar eine nachhaltigere und multimodale Zukunft, bringen aber auch unmittelbare Herausforderungen mit sich, darunter massive Bauarbeiten, die historisch benachteiligte Bevölkerungsgruppen unverhältnismäßig stark treffen werden. Aufgrund der tief verwurzelten Autozentriertheit Austins erkannte die Stadt die dringende Notwendigkeit, die Beweggründe und Hindernisse zu verstehen, die die Einwohner davon abhalten, andere Verkehrsmittel als das Auto mit nur einem Insassen zu nutzen. Diese Studie wurde in Auftrag gegeben, um die Wahrnehmungen und Kommunikationspräferenzen der Bevölkerung in Zentraltexas zu ermitteln und so eine datengestützte Grundlage für Marketing- und Öffentlichkeitsstrategien zu schaffen, die die ambitionierten Klima- und Gerechtigkeitsziele der Region unterstützen.
Forschungsmethodik
Um ein umfassendes Bild der lokalen Gegebenheiten zu erhalten, beauftragte die Stadt Raftelis, ein landesweit tätiges Beratungsunternehmen für Kommunen, mit einer Marktforschungsstudie. Das Projektteam von Raftelis führte diese Studie zwischen Juli und November 2025 durch. Die Studie umfasste eine Online-Umfrage mit über 1.400 Teilnehmenden, 28 Fokusgruppen in englischer und spanischer Sprache sowie 17 ausführliche Interviews mit wichtigen Akteuren der lokalen Gemeinschaft.
Darüber hinaus führte das Team 145 spontane Interviews an stark frequentierten Orten wie dem Fußballstadion und örtlichen Kirchen durch, um direktes Feedback zu erhalten. Ein besonderes Merkmal der Studie waren die simulierten Reiseerlebnisse von vier verschiedenen Personen – von einem älteren Mann ohne Smartphone bis hin zu einer Mutter mit Kinderwagen –, um Schwachstellen im bestehenden Nahverkehrssystem aufzudecken. Diese lokalen Daten wurden anschließend durch Vergleichsinterviews mit erfolgreichen Verkehrsprogrammen in vergleichbaren Städten wie Seattle, Denver und Portland ergänzt.
Multi-Channel-Promotion und -Kommunikation
Die Studie wurde mit einer umfassenden, kanalübergreifenden Kampagne beworben, die mit einem Werbebudget von 20.000 US-Dollar ausgestattet war und eine breite Zielgruppe in fünf Landkreisen Zentraltexas' erreichen sollte. Digitale Maßnahmen spielten dabei eine zentrale Rolle: Die Stadt schaltete sowohl bezahlte als auch organische Anzeigen auf Plattformen wie Facebook, Instagram und Nextdoor und erzielte damit fast eine halbe Million Impressionen. Ergänzt wurden diese digitalen Bemühungen durch den städtischen Newsletter „Austin Mobility News“ und durch Beiträge regionaler Partner wie CARTS und Movability in den sozialen Medien.
Um sicherzustellen, dass die Studie auch Nicht-Englischsprachige und weniger online aktive Personen erreicht, schaltete das Team spanischsprachige Anzeigen auf Univision und Radiospots auf englisch- und spanischsprachigen Sendern, darunter KBPA und KLZT.
Neben digitalen und traditionellen Medien setzte die Studie auf gezielte, lokale und traditionelle Marketingstrategien. Acht verschiedene Zeitungsanzeigen wurden in lokalen Publikationen wie dem Austin Chronicle, El Mundo, Community Impact und The Villager geschaltet. Innerhalb der Gemeinde verteilte das Team über 40 Flyer und Plakate in stark frequentierten Geschäften, darunter La Michoacana, Fiesta-Supermärkte, Friseursalons und öffentliche Bibliotheken.
Zusätzlich wurden acht verschiedene Nichtregierungsorganisationen und Bürgerinitiativen, die sich speziell an spanischsprachige und einkommensschwache Bevölkerungsgruppen richten, direkt per E-Mail kontaktiert. In allen Werbematerialien wurden Anreize wie 50-Dollar-Gutscheine für Fokusgruppenteilnehmer und ein Preisgeld von 100 Dollar für Umfrageteilnehmer hervorgehoben, um eine hohe Beteiligung zu erzielen.
Ergebnisse
Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen eine erhebliche Diskrepanz zwischen den multimodalen Zielen der Stadt und der Lebensrealität ihrer Einwohner. Derzeit nutzen 72 % der Befragten das Auto als primäres Verkehrsmittel und nennen Bequemlichkeit und Zeitersparnis als ausschlaggebende Faktoren.
Der öffentliche Nahverkehr steht vor einer großen Herausforderung in puncto Image: Er gilt weithin als unzuverlässig, langsam und potenziell unsicher. Die „Persona“-Tests bestätigten diese Bedenken und zeigten, dass Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oft vier- bis fünfmal länger dauern als die gleiche Strecke mit dem Auto. Neben dem Zeitmangel wirken sich physische Barrieren wie fehlender Schatten an Bushaltestellen, fehlende Gehwege und Lücken in der Anbindung auf der ersten und letzten Meile als erhebliche Abschreckungsmittel aus.
Darüber hinaus ist das Vertrauen in die Mitarbeiter der Stadt Austin und von CapMetro zwar nach wie vor relativ hoch, doch herrscht unter marginalisierten Bevölkerungsgruppen ein tiefsitzendes Misstrauen darüber, dass ihr Feedback zwar häufig erbeten, aber selten umgesetzt wird.
Empfehlungen
Um diese Herausforderungen zu bewältigen, bietet der Bericht umfassende operative Empfehlungen, die darauf abzielen, Reibungsverluste zu minimieren und das Vertrauen der Fahrgäste zu stärken. Eine der wichtigsten kurzfristigen Empfehlungen für CapMetro, die Einführung eines kontaktlosen Bezahlsystems, wurde bereits am 1. Februar 2026 in über 400 Bussen umgesetzt. Damit wird dem weit verbreiteten Problem Rechnung getragen, dass die bisherigen Zahlungsmöglichkeiten für viele Fahrgäste umständlich und unübersichtlich waren.
CapMetro benötigt eine intensive Kommunikationskampagne, um seine Verfügbarkeit und Nutzung zu erläutern. Eine weitere Empfehlung ist die Erweiterung des bestehenden telefonischen Supports der Go Line zu einer umfassenderen ÖPNV-Hotline, die rund um die Uhr erreichbar ist und Reisenden, die digitale Apps oder gedruckte Fahrpläne als verwirrend oder unzugänglich empfinden, in Echtzeit menschliche Unterstützung bietet.
Für einen langfristigen Erfolg betont der Bericht die Notwendigkeit von Verbesserungen der physischen Infrastruktur, wie etwa Sonnenschutz für Bushaltestellen und die Beschleunigung des Ausbaus von Busspuren, um sicherzustellen, dass der öffentliche Nahverkehr endlich mit dem Individualverkehr hinsichtlich Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit konkurrieren kann.
Im Bereich Kommunikation empfiehlt Raftelis einen grundlegenden Wandel: von rein informativen Aktualisierungen hin zu einer Kommunikationskampagne, die auf Storytelling und kultureller Relevanz basiert. Anstatt sich ausschließlich auf das „Was“ eines Projekts zu konzentrieren, muss die Stadt das „Warum“ hervorheben, indem sie echte Nutzer und ihre persönlichen Geschichten in den Vordergrund stellt.
Die Marketingbemühungen sollten über den traditionellen Pendlerverkehr hinausgehen und Freizeitreisende sowie Veranstaltungsbesucher im Rahmen der Initiative „Öffentlicher Nahverkehr zum Vergnügen“ ansprechen. Indem die Stadt Austins einzigartige „Keep Austin Weird“-Kultur nutzt und Humor in der Werbung einsetzt, kann sie den öffentlichen Nahverkehr zu einem authentischen Bestandteil des lokalen Lebensstils machen.
Raftelis empfiehlt der Stadt außerdem, den Feedback-Kreislauf zu schließen, indem sie klar darlegt, wie die Rückmeldungen der Einwohner konkrete Entscheidungen beeinflusst haben, und so das Vertrauen einer skeptischen Öffentlichkeit wiederherzustellen.
Einen Kulturwandel vorantreiben
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass ein erfolgreicher Verkehrswandel in Austin mehr als nur neue Infrastruktur erfordert; er bedarf eines kulturellen Wandels. Die Kommunikation sollte die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel als bürgerschaftlichen Beitrag und nicht als zeitsparende Maßnahme darstellen und die Einwohner dazu ermutigen, sich für die Gemeinschaft zu engagieren.
Durch die Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen lokalen Multiplikatoren – von Bibliothekaren und religiösen Führern bis hin zu lokalen Wirtschaftspartnern wie HEB – kann die Stadt die fragmentierte Informationslandschaft durchdringen und unterversorgte Bevölkerungsgruppen effektiver erreichen. Dieser integrierte Ansatz, der operative Exzellenz mit authentischer, lokaler Ansprache verbindet, bietet einen klaren Fahrplan für Austins Übergang zu einer gerechteren und nachhaltigeren Verkehrszukunft.
Die Verkehrsinfrastruktur in Zentraltexas entwickelt sich rasant weiter. So werden beispielsweise große Investitionen in Austins erstes Stadtbahnsystem, den Ausbau der Interstate 35, die Erweiterung der CapMetro-Schnellverkehrslinien und Verbesserungen der Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer getätigt.
Eine sich wandelnde Verkehrslandschaft
Dies ist ein entscheidender Moment für die Region, denn schon bald werden den Einwohnern nachhaltigere und multimodale Reisemöglichkeiten als je zuvor zur Verfügung stehen. Die Umsetzung wird jedoch nicht einfach sein, da die Bauarbeiten den Verkehr beeinträchtigen, den Zugang zu wichtigen Verkehrsadern einschränken und neue Mobilitätshindernisse schaffen werden. Diese Auswirkungen werden einkommensschwache und historisch benachteiligte Bevölkerungsgruppen am stärksten treffen.
Zentraltexas ist seit Jahrzehnten von einer autozentrierten Kultur geprägt. Um Reisende zum Umstieg vom Pkw auf nachhaltigere Verkehrsmittel zu bewegen, ist ein grundlegender Wandel in Einstellungen, Überzeugungen und Verhaltensweisen erforderlich. Dieser Wandel setzt voraus, dass man das aktuelle Reiseverhalten, die Wahrnehmungen und die Einstellungen der Zentraltexaner versteht.
Forschungsziele und -vorgaben
Das Raftelis-Projektteam wollte die Motivationen, Bedenken und Kommunikationspräferenzen der Bewohner von Zentraltexas aufdecken, um der Stadt und ihren Partnern dabei zu helfen, Marketing- und Öffentlichkeitsstrategien für eine Veränderung des Reiseverhaltens zu entwickeln, die Anklang finden, inspirieren und die Klima- und Gerechtigkeitsziele der Region unterstützen.
- Verstehen Sie, wie die Menschen in Zentraltexas täglich unterwegs sind und warum so viele weiterhin auf ihre persönlichen Fahrzeuge für ihre täglichen Fahrten angewiesen sind.
- Identifizieren Sie die wahrgenommenen und tatsächlichen Hindernisse, die die Bewohner daran hindern, alternative Verkehrsmittel wie öffentliche Verkehrsmittel, Fahrradfahren, zu Fuß gehen oder Fahrgemeinschaften zu bilden.
- Verstehen Sie die Arten von Botschaften, Erzählungen und Werbetechniken, die am ehesten das Pendelverhalten beeinflussen und einen Verkehrsmittelwechsel fördern.
- Ermitteln Sie die vertrauenswürdigsten Informationsquellen in Zentraltexas.
Die Ergebnisse dieser Studie sind in diesem Bericht zusammengefasst und bilden die Grundlage für eine Liste von Empfehlungen, die die Stadt und ihre Partner für die Entwicklung einer zukünftigen Marketing- und Öffentlichkeitskampagne nutzen können, um einen kulturellen Wandel hin zu nachhaltigeren Reisegewohnheiten zu fördern.
Projektteam
Für diese Aufgabe stellte Raftelis ein multidisziplinäres Team zusammen, bestehend aus Mitgliedern der Abteilung Strategische Kommunikation, dem Kreativteam, Mitarbeitern des Büros in Austin und dem Team für Organisationsentwicklung.
Raftelis war stolz darauf, mit der in Austin ansässigen Beraterin Bobbie Garza-Hernandez zusammenzuarbeiten, deren profunde Kenntnisse der lokalen Gegebenheiten und ihre kulturelle Kompetenz maßgeblich zur Gestaltung einer inklusiven Öffentlichkeitsarbeit beitrugen. Zur Unterstützung des Projekts wurde außerdem eine professionelle, zweisprachige Moderatorin für Fokusgruppen engagiert. Raftelis arbeitete eng mit Mitarbeitern des Verkehrs- und Tiefbauamts von Austin zusammen.
Zeitplan und Methodik
Die Feldarbeit fand von Juli bis Anfang November 2025 statt, die detaillierte Analyse und Berichtserstellung erfolgten bis Mitte Januar 2026. Der Ansatz war bewusst flexibel, sodass sich das Team in Echtzeit an die Bedürfnisse der Gemeinde und neue Erkenntnisse anpassen konnte.
Die Methodik integrierte sowohl qualitative als auch quantitative Forschungstechniken, um ein umfassendes Verständnis des Verkehrsverhaltens und der Einstellungen in den verschiedenen Gemeinden Zentraltexas zu gewährleisten, insbesondere in denjenigen, die am stärksten von den bevorstehenden Bauarbeiten betroffen sind.
Zu den qualitativen Methoden zählten Fokusgruppen und strukturierte Interviews. Quantitative Daten wurden mittels einer Online-Umfrage auf der Plattform SpeakUp Austin erhoben und über verschiedene Kanäle verbreitet. Alle Forschungsinstrumente und -möglichkeiten standen in Englisch und Spanisch zur Verfügung.
Austin ist die Hauptstadt des Bundesstaates Texas. Sie liegt strategisch günstig in Zentraltexas, wo die flachen Ebenen auf das zerklüftete Kalksteingelände des Texas Hill Country treffen, wobei der Colorado River durch ihr Zentrum fließt und den Lady Bird Lake und den Lake Austin bildet.
Eine wachsende Metropole
Austin ist mit 970.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt des Bundesstaates, und die Metropolregion ist auf über 2,4 Millionen Einwohner angewachsen und zählt damit zu den am schnellsten wachsenden Regionen der Vereinigten Staaten. Die Stadtverwaltung arbeitet nach dem System des Stadtrats mit einem hauptamtlichen Stadtmanager. Das bedeutet, dass die Politikgestaltung durch den gewählten Bürgermeister und den Stadtrat von der täglichen Umsetzung durch einen professionellen Stadtmanager getrennt ist.
Diese rasante Expansion hat zu einem auffallend jungen demografischen Profil geführt, mit einem Medianalter typischerweise zwischen Anfang und Mitte 30, was vor allem auf die Präsenz der University of Texas in Austin und den Zustrom junger Technologieexperten zurückzuführen ist.
Die Bevölkerung ist hochgebildet; fast die Hälfte aller erwachsenen Einwohner verfügt über einen Bachelor-Abschluss oder einen höheren Abschluss, was zu einem mittleren Haushaltseinkommen beiträgt, das deutlich über dem nationalen Durchschnitt liegt. Dies spiegelt die hohen Lebenshaltungskosten und den spezialisierten Arbeitsmarkt der Stadt wider.
Austin war zwar historisch gesehen mehrheitlich weiß, ist aber zunehmend vielfältiger geworden. Die hispanische/lateinamerikanische Bevölkerung stellt etwa ein Drittel der Einwohner, und die asiatische Bevölkerung wächst rasant. Die Stadt steht jedoch angesichts der starken Gentrifizierung vor anhaltenden Herausforderungen in Bezug auf Gleichberechtigung und den Erhalt der ethnischen Vielfalt.
Austin ist wirtschaftlich ein globales Kraftzentrum und aufgrund seiner hohen Dichte an Hightech-Unternehmen auch als „Silicon Hills“ bekannt. Unternehmen wie Apple, Google und Tesla sind hier ansässig, und die Stadt bietet zudem sichere Arbeitsplätze bei staatlichen Behörden.
Austins Identität reicht weit über Technologie und Politik hinaus, denn die Stadt trägt stolz den Titel „Live Music Capital of the World“ und kann Hunderte von Veranstaltungsorten vorweisen sowie international renommierte Festivals wie South by Southwest und das Austin City Limits Festival ausrichten.
Diese kulturelle Lebendigkeit wird von einem progressiven, unabhängigen Ethos untermauert, das durch das inoffizielle Motto „Keep Austin Weird“ berühmt geworden ist und lokale Unternehmen, Exzentrik und einen entspannten Lebensstil fördert, der sich um Outdoor-Aktivitäten, eine florierende Food-Truck-Szene und erstklassiges Barbecue aus Zentraltexas dreht.
Herausforderungen der urbanen Mobilität
Austins Verkehrsinfrastruktur ist stark vom Autobahnnetz geprägt, das aufgrund des explosionsartigen Bevölkerungswachstums der Region derzeit enorm überlastet ist. Die Hauptverkehrsader ist die Interstate 35, eine wichtige nationale Verkehrsader, die die Stadt durchquert und bekanntermaßen zu den verkehrsreichsten Autobahnen der USA zählt. Dies führt zu erheblichen Engpässen sowohl für Pendler als auch für den Güterverkehr über die Staatsgrenzen hinweg.
Wichtige Alternativen für den Nord-Süd-Verkehr sind der Loop 1 (MoPac) und der US Highway 183, ergänzt durch den State Highway 130, eine mautpflichtige Straße mit einer Hochgeschwindigkeitsumgehung, die den Durchgangsverkehr vom Stadtzentrum wegführen soll.
Der öffentliche Nahverkehr wird von der Capital Metropolitan Transportation Authority (CapMetro) betrieben, die ein Busnetz und eine zwar noch begrenzte, aber wachsende S-Bahn-Linie zwischen den nördlichen Vororten und der Innenstadt betreibt. Da die meisten Pendler jedoch auf Pkw mit nur einem Insassen angewiesen sind, verfolgt das Verkehrsministerium von Texas (TxDOT) kontinuierlich umfangreiche Infrastrukturprojekte, darunter das Projekt „I-35 Capital Express Central“, um die Kapazität zu erweitern und Fahrspuren für Fahrgemeinschaften (HOV-Spuren) einzurichten.
Der internationale Flughafen Austin-Bergstrom ist ein wichtiger regionaler und internationaler Verkehrsknotenpunkt und wurde erheblich erweitert, um dem massiven Anstieg an Geschäfts- und Freizeitreisenden im Zuge des rasanten Wirtschaftswachstums der Stadt gerecht zu werden. Trotz kontinuierlicher Investitionen stößt das Verkehrssystem jedoch ständig an seine Grenzen, um mit dem enormen täglichen Verkehrsaufkommen in diesem sich schnell urbanisierenden Gebiet Schritt zu halten.
Methodik
Raftelis entwickelte einen Marketingplan, um die Öffentlichkeit zur Teilnahme an der Studie zu animieren. Der Plan skizzierte verschiedene Maßnahmen zur Steigerung der Bekanntheit durch organische, bezahlte, eigene und geteilte Kanäle. Er enthielt außerdem Kernbotschaften, Zielgruppen, Marketingmaterialien, Zeitpläne und ein empfohlenes Werbebudget von 20.000 US-Dollar für vier bis sechs Wochen.
Kernaussagen
Die Studie zielt darauf ab, besser zu verstehen, wie die Menschen in Austin und den umliegenden Landkreisen im Alltag Verkehrsmittel nutzen und was ihre Entscheidungen beeinflusst. Diese Informationen sollen dazu beitragen, das Verkehrsangebot und die städtische Kommunikation darüber zu verbessern.
Ihre Meinung zählt. Ihre Erfahrungen und Entscheidungen tragen dazu bei, zukünftige Verbesserungen im Verkehrswesen zu gestalten.
Über SpeakUp Austin können Sie an einer Umfrage teilnehmen oder sich für die Teilnahme an einer Fokusgruppe bewerben.
Teilnehmer von Fokusgruppen erhalten einen HEB-Gutschein im Wert von 50 $. Umfrageteilnehmer können an der Verlosung von zehn HEB-Gutscheinen im Wert von je 100 $ teilnehmen.
- Gestalte den Wandel mit: Nimm an unserer Fokusgruppe Verkehr teil.
- Änderungen im öffentlichen Nahverkehr: Verpassen Sie nichts!
- Sorgen Sie dafür, dass Ihre Stimme gehört wird.
- Ihre Stimme zählt: Helfen Sie mit, die Mobilität in Zentraltexas zu verbessern.
Zielgruppen
- Unterversorgte und marginalisierte Bevölkerungsgruppen
- Pendler mit geringerem Einkommen
- Alternde Bevölkerungen
- Pendler, die kein Englisch sprechen
- Junge Berufstätige
- Gig-Worker
- Pendler von außerhalb der Stadtgrenzen
- Touristen und Erholungssuchende
- Studenten und Gemeindegruppen
Marketingkanäle und Ergebnisse
- Grafiken für Meta und Nextdoor
- Untertitel
- Übersetzungen
- Bezahlte Anzeigen in Englisch und Spanisch auf Facebook und Instagram
- Inhalte, die von CARTS und Movability geteilt werden
- 1.248 US-Dollar ausgegeben
- 140.000 Menschen erreicht
- Mehr als 484.000 Impressionen
Acht Anzeigen wurden in den Publikationen The Austin Chronicle, El Mundo, The Villager und Lockhart geschaltet.
- 7.115 US-Dollar ausgegeben
- Mehr als 3 Millionen Impressionen
- Anzeigen auf KBPA und KLZT
- Spanische Werbung auf 104,3 und 107,7
- 4.250 US-Dollar ausgegeben
- 566.000 Impressionen
Spanische Werbespots auf Univision, Kanal 62.
- 2.852 US-Dollar ausgegeben
- 30.000 Impressionen
Methodik
Um ein grundlegendes Verständnis der Verkehrsprobleme in Zentraltexas zu erlangen, prüfte das Projektteam bereits vorhandene, von der Stadt bereitgestellte Forschungsergebnisse. Zu den wichtigsten Quellen gehörten:
- AA&U-Benchmark-Umfrage 2024
- Strategischer Mobilitätsplan für Austin (2024)
- Strategischer Plan für das Verkehrsnachfragemanagement (2025–2029)
- Regionaler Verkehrsplan CAMPO 2050
- CapMetro-Engagementbericht (Runde 1)
- Austin-Plan 2023
Forschungshighlights
Austins Verkehrssystem spiegelt diskriminierende Politik der Vergangenheit wider. Der Masterplan von 1928 konzentrierte schwarze und lateinamerikanische Gemeinschaften in East Austin, und der Bau der Interstate 35 schuf eine dauerhafte physische und wirtschaftliche Spaltung.
Austin zählt auch heute noch zu den wirtschaftlich am stärksten segregierten Großstädten. Minderheitengemeinschaften sind mit höheren Armutsraten, einem geringeren Angebot an hochfrequentierten öffentlichen Verkehrsmitteln und einem erhöhten Verdrängungsdruck konfrontiert, was die Mobilitätsprobleme zusätzlich verschärft.
Laut dem Strategischen Mobilitätsplan von Austin fahren 74 % der Einwohner Zentraltexas allein mit dem Auto zur Arbeit, während die American Community Survey den Anteil auf 66 % schätzt. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist mit etwa 4 % weiterhin gering, Fahrgemeinschaften werden bei 11 % gebildet.
Die Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr sind seit 2008 trotz Bevölkerungswachstum und gestiegener Investitionen rückläufig. Gleichzeitig konzentriert sich die Infrastruktur für aktive Mobilität auf städtische Gebiete, wodurch Vororte und ländliche Gemeinden unterversorgt bleiben.
Während der Pandemie ging die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel deutlich zurück, hat sich aber seither wieder erholt. Gleichzeitig reduzierte die Telearbeit den Pendlerverkehr mit dem eigenen Auto und die Staus im Berufsverkehr. Die jüngste Rückkehr ins Büro hat den Verkehr zwar wieder ansteigen lassen, jedoch nicht auf das Niveau vor der Pandemie.
Viele Anwohner stehen vor Herausforderungen, wenn sie Alternativen zum Alleinfahren in Betracht ziehen:
- Logistisch: Unregelmäßiger Service, lange Reisezeiten und Lücken bei den Anbindungen an das Nah- und Fernverkehrsnetz.
- Psychologische Faktoren: Abhängigkeit vom Auto und Misstrauen gegenüber unzuverlässigen öffentlichen Verkehrsmitteln
- Strukturelle Mängel: Fehlende Gehwege, unzureichende Radwegenetze und eingeschränkte Mikrotransitzonen
- Gerechtigkeit: Sicherheitsbedenken und digitale Zugangsbarrieren, die unterversorgte Gemeinschaften unverhältnismäßig stark betreffen.
Vergleichbare Städte und lokale Pilotprojekte zeigen, dass Verbesserungen wie der Ausbau des Mikrotransitnetzes, Investitionen in Stadtbahnen und ein zuverlässiger Service dazu beitragen können, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu steigern.
Bestehende Pläne zielen darauf ab, die Sicherheit und Zugänglichkeit für alle Nutzer zu verbessern, insbesondere für diejenigen, die am stärksten von Ungleichheiten im Verkehrswesen betroffen sind. Programme wie Community Connectors und Fahrgeldkarten tragen dazu bei, Barrieren abzubauen, doch bestehen weiterhin Lücken in der Repräsentation und im Zugang zu Sprachdienstleistungen.
- Reiseverhalten bei Fahrten außerhalb des Arbeitswegs
- Bedürfnisse von Haushalten ohne Auto auf der ersten und letzten Meile
- Hindernisse bei der Nutzung von Mikromobilitätsoptionen
- Gründe, warum Autofahrer auf dem Land mautpflichtige Straßen meiden
- Langfristige Auswirkungen negativer Erfahrungen im öffentlichen Nahverkehr
Die Forschungsergebnisse zeigen insgesamt, dass Austins Verkehrssystem von Ungleichheiten, sich wandelndem Mobilitätsverhalten und der anhaltenden Abhängigkeit vom Auto geprägt ist. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, bedarf es gezielter Öffentlichkeitsarbeit, inklusiver Beteiligung und datengestützter Lösungen.
Methodik
Von Anfang September bis Oktober 2025 führte ATPW über SpeakUp Austin eine Umfrage durch, um das Mobilitätsverhalten, die Meinungen und Erfahrungen in Zentraltexas besser zu verstehen. Die Umfrage wurde in Zusammenarbeit mit den Pressestellen von ATPW und der Stadt Austin entwickelt und über eigene und bezahlte Medienkanäle, darunter soziale Medien, Printmedien, Radio und E-Mail-Verteiler, verbreitet.
Die Teilnahme wurde durch die Verlosung von zehn HEB-Geschenkgutscheinen im Wert von je 100 US-Dollar gefördert. Die Umfrageergebnisse wurden von der Website heruntergeladen und vom Projektteam analysiert.
Demografie
An der Umfrage nahmen insgesamt 1.438 Personen aus verschiedenen demografischen Gruppen teil. Die größte Altersgruppe bildeten die 35- bis 50-Jährigen, gefolgt von den 18- bis 34-Jährigen, den 51- bis 64-Jährigen und den über 65-Jährigen.
Die Hälfte der Befragten gab an, weiblich zu sein, 44 % männlich. Ein kleiner Teil identifizierte sich als nicht-binär oder genderdivers, und einige machten keine Angabe. Die größte ethnische Gruppe bildeten die Befragten, die sich als weiß identifizierten, gefolgt von den hispanischen/lateinamerikanischen, schwarzen/afroamerikanischen und asiatischen/asiatisch-amerikanischen Befragten. Mehrfachnennungen waren möglich.
- 35–50: 38 %
- 18–34: 29 %
- 51–64: 20 %
- 65+: 13 %
Die Befragten wiesen auch unterschiedliche Einkommen auf. Dreißig Prozent gaben ein jährliches Haushaltseinkommen von über 150.000 US-Dollar an, während 19 Prozent ein Einkommen zwischen 100.000 und 150.000 US-Dollar angaben. Die übrigen Befragten verteilten sich auf niedrigere Einkommensgruppen.
- Mehr als 150.000 US-Dollar: 30 %
- 100.000–150.000 US-Dollar: 19 %
- 76.000 bis 100.000 US-Dollar: 17 %
- 51.000–75.000 US-Dollar: 14 %
- 31.000–50.000 US-Dollar: 10 %
- Weniger als 30.000 US-Dollar: 10 %
Die Befragten kamen aus verschiedenen Orten in Zentraltexas. Die meisten stammten aus Travis County, andere aus umliegenden Landkreisen und einige von außerhalb der Region.
Unter den Befragten aus den Bezirken des Stadtrats von Austin kam der größte Anteil aus den Bezirken 3, 4, 7 und 9.
| Bezirk | % der Befragten |
|---|---|
| 1 | 9% |
| 2 | 5% |
| 3 | 19% |
| 4 | 14% |
| 5 | 9% |
| 6 | 4% |
| 7 | 11% |
| 8 | 3% |
| 9 | 17% |
| 10 | 9% |
Ergebnisse
Die meisten Befragten pendeln mindestens drei Tage pro Woche zur Arbeit oder Schule, 41 % sogar fünf Tage oder mehr. Fast drei Viertel der Befragten (72 %) nutzen das Auto als primäres Verkehrsmittel.
Kleinere Fahrgemeinschaften nutzen hauptsächlich Fahrräder, E-Bikes, Busse, Fahrgemeinschaften oder Kleinbusse. Bequemlichkeit war der wichtigste Grund für die Wahl des Verkehrsmittels, gefolgt von Zeitmangel, fehlenden Alternativen und flexibler Zeiteinteilung.
Zu Fuß gehen war die am häufigsten genutzte alternative Fortbewegungsart, gefolgt von Mitfahrgelegenheiten und dem eigenen Auto, sofern dies nicht die primäre Fortbewegungsart der Befragten war. Auch öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn wurden als alternative Option genutzt.
Bei Fahrten außerhalb der Arbeit oder der Schule gaben die meisten Befragten an, regelmäßig das Auto zu benutzen und öffentliche Verkehrsmittel, Roller oder Fahrräder nur selten zu nutzen.
- Nicht verfügbar an meinem Wohnort oder Arbeitsplatz
- Dauert zu lange
- Unpraktische Umstiege oder Fußverbindungen
- Unregelmäßiger oder unzuverlässiger Service
- Sicherheitsbedenken
- Ich fahre lieber Auto.
Der häufigste Grund, den Befragte für die Nichtnutzung öffentlicher Verkehrsmittel angaben, war deren fehlende Verfügbarkeit in der Nähe ihres Wohnorts oder Arbeitsplatzes. Weitere wichtige Bedenken betrafen Zeitaufwand, Umstiege, Zuverlässigkeit und Sicherheit.
Fast zwei Drittel der Befragten gaben an, nicht mehrere Verkehrsmittel auf einer einzigen Fahrt zu kombinieren. Von denen, die dies tun, war die häufigste Kombination die Kombination aus Gehen und Autofahren.
Die Befragten, die mehrere Verkehrsmittel nutzen, nannten am häufigsten Zeitersparnis, teures Parken, Vermeidung von Staus, die Entfernung zum Parkplatz und die Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen, als Gründe dafür.
Nur ein Drittel der Befragten gab an, jemals ein Leihfahrrad oder einen Leihroller in Austin benutzt zu haben. Die größte Hürde war die Sicherheit, gefolgt von begrenzter Verfügbarkeit, Kosten und mangelnder Vertrautheit mit der Funktionsweise des Systems.
- 43 % fühlen sich nicht sicher.
- Nicht verfügbar, wo benötigt: 34 %
- Sonstige: 19 %
- Zu teuer: 18 %
- Wissen nicht, wie man sie benutzt: 14 %
- Körperliche oder behinderungsbedingte Einschränkung: 10 %
- Besitzen kein Smartphone oder keine App: 3 %
I-35 Bauarbeiten
Die Bauarbeiten an der I-35 bereiten vielen Befragten große Sorgen. Die meisten gaben an, sich zumindest etwas Sorgen darüber zu machen, wie sich die Bauarbeiten auf ihre Reisen auswirken werden, und mehr als die Hälfte sagte, sie plane, ihre Reisegewohnheiten zu ändern.
Die meisten Befragten gehen davon aus, Reisen in die Region zu vermeiden, während andere angaben, ihre Fahrzeiten möglicherweise zu ändern oder ein anderes Verkehrsmittel in Betracht zu ziehen.
Methodik
Im Oktober 2025 führte das Projektteam 28 Fokusgruppen mit 166 Teilnehmern in ganz Zentraltexas durch.
- 4 Präsenzgruppen mit Mitarbeitern großer Arbeitgeber (48 Teilnehmer)
- 17 Präsenzgruppen mit der breiten Öffentlichkeit, darunter spanischsprachige Gruppen (92 Teilnehmer)
- 7 virtuelle Gruppen mit Bewohnern aus den umliegenden Landkreisen (26 Teilnehmer)
Die Teilnehmer wurden über Partnerschaften mit Arbeitgebern, SpeakUp Austin, soziale Medien, Print- und Radioanzeigen, Newsletter und Öffentlichkeitsarbeit rekrutiert. Als Anreiz gab es HEB-Geschenkgutscheine im Wert von 50 Dollar.
Insgesamt gingen 284 Bewerbungen ein, die geprüft und auf 190 qualifizierte Teilnehmer reduziert wurden. Schließlich wurden 162 Personen in verschiedenen Gruppen eingeplant.
- Carver-Bibliothek
- Seniorenzentrum Conley-Guerrero
- Zweigstelle Hampton der Oak Hill Bibliothek
- Howson-Bibliothek
- Little Walnut Creek Bibliothek
- Bibliothek an der Menchaca Road
- Millwood-Bibliothek
- Montopolis Freizeitzentrum
- Pleasant Hill Bibliothek
- Ruiz-Bibliothek
- Spicewood Springs Bibliothek
- Twin Oaks Bibliothek
Die virtuellen Sitzungen fanden über Zoom statt. Jede Gruppe wurde von einem Moderator und einem Protokollanten betreut. Den Teilnehmern wurde Anonymität zugesichert, um offenes Feedback zu fördern.
- Werte und Erfahrungen im Transportwesen
- Wahrnehmung und Kommunikation in der Gemeinschaft
- Vertrauen, Zugang und Einfluss
- Rat und Einblicke
Ergebnisse
Teilnehmer von Mitarbeitergruppen zeigten ein höheres Bewusstsein für Verkehrssysteme und -planung. Trotzdem bevorzugten sie aufgrund von Bequemlichkeit und Zuverlässigkeit weiterhin das Alleinfahren mit dem Auto.
- Autofahren gilt als die zuverlässigste und effizienteste Option.
- Der öffentliche Nahverkehr, insbesondere der Busverkehr, wird als unzuverlässig wahrgenommen.
- Sicherheit und Komfort sind zentrale Anliegen, einschließlich der Witterungseinflüsse.
- Das Transportsystem wird als komplex und schwer zu navigieren angesehen.
- In den Randgebieten gibt es nur begrenzte Transportmöglichkeiten.
Die Teilnehmer betonten, dass die Servicequalität verbessert werden müsse, bevor Kampagnen zur Verhaltensänderung wirksam sein können. Weitere Vorschläge umfassten die Förderung von Telearbeit, die Verbesserung der Flächennutzung im Sinne der Fußgängerfreundlichkeit und die Anbindung des Flughafens an das Schienennetz.
Die meisten Teilnehmer gaben an, für ihre täglichen Fahrten auf private Fahrzeuge angewiesen zu sein; andere Verkehrsmittel würden nur in begrenzten oder speziellen Situationen genutzt.
- Komfort und Flexibilität
- Reisezeiteffizienz
- Eingeschränkter Zugang zum öffentlichen Nahverkehr
- Sicherheitsbedenken
- Zuverlässigkeit und Vorhersagbarkeit: Vertrauen darauf, dass das System wie erwartet funktioniert.
- Komfort und Zeit: Benutzerfreundlichkeit und Effizienz
- Sicherheit: Persönliche Sicherheit und Infrastruktursicherheit
- Barrierefreiheit und Bezahlbarkeit: Nutzbarkeit für alle Gemeinschaften
Einige Teilnehmer erwähnten auch Kosten und Umweltauswirkungen, diese waren jedoch im Vergleich zu Zuverlässigkeit und Komfort zweitrangig.
Die Teilnehmer äußerten Skepsis gegenüber den Verkehrsbehörden und nannten Bedenken hinsichtlich Transparenz, Koordination und der Berücksichtigung von Bürgeranliegen. TxDOT wurde als auf Autobahnen fokussiert wahrgenommen, während die Stadtverwaltung und CapMetro als weniger transparent bzw. unterfinanziert galten.
- Verbesserte Servicezuverlässigkeit und -frequenz
- Klare, praxisorientierte Botschaften mit echten Vorteilen
- Anreize wie kostenloser oder vergünstigter Nahverkehr
- Investitionen in unterversorgte Gebiete, insbesondere in Süd- und Ost-Austin
- Mehr Ost-West-Verkehrsverbindungen
Die Teilnehmer betonten, dass Botschaften allein keine Verhaltensänderung bewirken werden. Verbesserungen des Systems müssen an erster Stelle stehen.
Methodik
Um Überzeugungen, Einstellungen und Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Verkehr in Zentraltexas zu erforschen, wurden ausführliche Interviews durchgeführt. Diese strukturierten Gespräche wurden von geschulten Interviewern anhand eines einheitlichen Leitfadens geleitet, um vergleichbare Antworten aller Teilnehmer zu gewährleisten.
Die Interviews wurden zwischen September und November 2025 entweder telefonisch oder virtuell in Englisch und Spanisch durchgeführt. Jede Sitzung dauerte 30 bis 45 Minuten, wobei die Antworten von einem Protokollanten aufgezeichnet und später analysiert wurden, um Themen und Erkenntnisse zu identifizieren.
Insgesamt wurden 17 Interviews mit Interessengruppen aus verschiedenen Bereichen geführt, darunter gemeinnützige Organisationen, Künstler, Pädagogen, Angehörige der Gesundheitsberufe, Bürgerinitiativen und Wirtschaftsförderer. Neun Teilnehmer repräsentierten die hispanische und lateinamerikanische Bevölkerung in der Region Austin.
Obwohl die Ergebnisse statistisch nicht repräsentativ sind, liefern sie wertvolle qualitative Einblicke in die Perspektiven und Erfahrungen der Gemeinschaft.
Ergebnisse
Die meisten Befragten gaben an, vorwiegend auf private Fahrzeuge zurückzugreifen, da diese bequemer, zuverlässiger und zeitsparender seien. Viele merkten an, dass die Infrastruktur und Kultur der Region auf die Nutzung von Autos ausgerichtet seien, was dieses Verhalten verstärke.
Einige Teilnehmer beschrieben private Fahrzeuge auch als Notwendigkeit und in manchen Fällen als Statussymbol. Gleichzeitig wurden häufig Bedenken hinsichtlich Verkehrsstaus, Auswirkungen von Baustellen und unsicherer Fahrbedingungen geäußert.
Die Befragten nannten mehrere Hindernisse für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel:
- Mangel an Schatten und Komfort an Haltestellen
- Herausforderungen bei der Anbindung auf der ersten und letzten Meile
- Strecken, die zum Gehen oder Radfahren zu lang sind
- Begrenzte Parkmöglichkeiten in der Nähe von öffentlichen Verkehrsmitteln.
- Unzuverlässiger oder unregelmäßiger Service
- Eingeschränkter Zugang in Randgebieten
Die Teilnehmer wiesen außerdem auf Lücken in der grundlegenden Infrastruktur hin, wie etwa fehlende Gehwege und sichere Wartebereiche, insbesondere außerhalb des Stadtkerns.
- Zuverlässigkeit und Effizienz
- Sicherheit
- Kosten
- Zugänglichkeit und Bezahlbarkeit
- Komfort
- Verstehen, wie man das System benutzt
Ähnlich wie in den Fokusgruppen äußerten die Befragten Bedenken hinsichtlich Vertrauen und Transparenz, insbesondere in benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Einige beschrieben die Verkehrsbehörden als losgelöst von den Bedürfnissen der Gemeinschaft und ihrem historischen Kontext.
Die Teilnehmenden nannten Beispiele für gestrichene Routen und dafür, dass Rückmeldungen bei Planungsentscheidungen nicht berücksichtigt wurden. Andere merkten an, dass traditionelle Beteiligungsmethoden möglicherweise nicht alle Bevölkerungsgruppen effektiv erreichen, und schlugen eine direktere, gemeindenahe Kontaktaufnahme vor.
Die Befragten betonten, dass die Verbesserung der Systemleistung Vorrang vor Verhaltensänderungsmaßnahmen haben müsse. Vertrauensbildung und Zuverlässigkeit wurden als unerlässliche erste Schritte angesehen.
- Verbesserung der Zuverlässigkeit und Frequenz des Service
- Mehr Transparenz bei Entscheidungsfindung und Abwägungen
- Ausweitung der gemeindebasierten Öffentlichkeitsarbeit, einschließlich persönlicher Begegnungen
- Sorgen Sie für eine klarere Aufklärung über die Aufgaben und Dienstleistungen der Agentur.
Die Teilnehmer schlugen vor, dass eine effektive Kommunikation den Fokus auf praktische Vorteile legen und sich auf reale Anwendungsfälle beziehen sollte. Beispiele hierfür wären die Darstellung, wie man öffentliche Verkehrsmittel nutzen kann, um an Veranstaltungen teilzunehmen oder bestimmte Ziele zu erreichen.
Empfohlen wurden außerdem Anreize, Subventionen und gezielte Kampagnen sowie Storytelling-Ansätze, die die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel mit der Kultur und dem Alltag in Austin verknüpfen.
In allen Diskussionen betonten die Teilnehmer, dass Botschaften allein keinen Wandel bewirken können, wenn nicht das System selbst sinnvoll verbessert wird.
Methodik
Intercept-Interviews sind kurze, spontane Gespräche, die an stark frequentierten öffentlichen Orten geführt werden, um schnelles, kontextbezogenes Feedback zu erhalten. Diese Interviews umfassen in der Regel nur wenige Fragen und erfassen Wahrnehmungen und Erfahrungen in Echtzeit.
Im Oktober 2025 wurden insgesamt 145 Interviews anhand eines standardisierten Fragenkatalogs mit sieben Fragen durchgeführt. Die Interviews wurden auf Englisch und Spanisch angeboten, wobei die meisten Teilnehmenden Englisch wählten.
- Mueller Park (19)
- Goodwill auf South Congress (19)
- Q2-Stadion (14)
- Kirchen in East Austin (78)
- E-Mail-Nachfassaktion mit Bewerbern für Fokusgruppen (10)
- Andere Standorte, einschließlich Hotelangestellte (5)
Ergebnisse
Die meisten Befragten gaben an, ihr Ziel mit dem Auto erreicht zu haben. Die häufigsten Gründe hierfür waren:
- Einfachste Option
- Am bequemsten
- Schnellste Option
- einzige praktikable Option
Insgesamt gaben 86 % der Befragten an, in Zentraltexas hauptsächlich mit dem Auto unterwegs zu sein. Nur wenige nutzten öffentliche Verkehrsmittel.
Die wichtigsten Faktoren, die die Reiseentscheidungen beeinflussen, waren:
- Zeit, Geschwindigkeit und Effizienz
- Sicherheit und Zuverlässigkeit
- Kosten und Komfort
- Verkehrs- und Streckenbedingungen
Etwa die Hälfte der Befragten gab an, keine andere Transportmöglichkeit in Betracht zu ziehen. Die häufigsten Gründe hierfür waren:
- Die Fahrt dauert zu lange
- Zu viele Haltestellen
- Die Routen sind schwer zu verstehen.
- Sicherheitsbedenken
- Begrenzte Verfügbarkeit oder Häufigkeit
- Bedarf an einem Auto für Kinder oder Ausrüstung
Diejenigen, die alternativen Verkehrsmitteln gegenüber aufgeschlossen sind, zeigten bedingtes Interesse und merkten an, dass die Optionen bequemer, zuverlässiger und zeitsparender sein müssten. Einige erwähnten auch, öffentliche Verkehrsmittel für bestimmte Fahrten zu nutzen, beispielsweise zu Veranstaltungen oder um Parkgebühren zu vermeiden.
Unter den Nutzern öffentlicher Verkehrsmittel wurde deren Wert oft eher im Hinblick auf die Zugänglichkeit für andere, wie Studierende oder Menschen ohne Auto, betrachtet als im Hinblick auf die eigene bevorzugte Option. Einige Befragte hoben Kosteneinsparungen und ökologische Vorteile hervor.
Mundpropaganda und persönliche Kontakte galten als die vertrauenswürdigsten Informationsquellen. Lokale Nachrichten und soziale Medien wurden ebenfalls häufig erwähnt, insbesondere für Echtzeit-Updates.
Offizielle Regierungsquellen galten zwar als glaubwürdig, waren aber keine primären Quellen für alltägliche Informationen.
- Persönliche Relevanz: Informationen, die den Alltag, die Sicherheit oder die Finanzen betreffen.
- Kürze und Klarheit: Kurze, leicht verständliche Botschaften
- Visuelle Attraktivität: Markantes Design, ausdrucksstarke Bildsprache und ansprechendes Layout
- Gemeinschaftsverbundenheit: Geschichten, gemeinsame Erfahrungen und lokaler Bezug
Methodik
Um die Erfahrungen im öffentlichen Nahverkehr besser zu verstehen, erstellte das Projektteam vier Personas und wies den Mitarbeitern Routen zu, die sie nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen sollten. Jeder Reisende dokumentierte seine Fahrt, einschließlich Zeitaufwand, Kosten, Komfort und aufgetretener Schwierigkeiten.
Ergebnisse
- Reise: Von Nord-Austin nach Süd-Austin
- Reisezeit: 1 Stunde 20 Minuten
- Kosten: 2,50 $
- Bedingungen: Starkregen
Der Reisende war auf gedruckte Wegbeschreibungen angewiesen, die im Regen unbrauchbar wurden. Der Weg zur Bushaltestelle verlief ohne Gehwege und war fast eine Meile lang, was ein erhebliches Hindernis darstellte.
- Reise: Von Südost-Austin in die Innenstadt
- Reisezeit: 1 Stunde 17 Minuten
- Kosten: 2,50 $
Der Reisende nutzte den Busverkehr, stieß aber auf überfüllte Busse, knappe Umsteigezeiten und schwierige Gehbedingungen, darunter Hügel und fehlender Schatten.
- Fahrt: Von Pflugerville in die Innenstadt
- Reisezeit: 1 Stunde 5 Minuten
- Kosten: 4,75 $
Der Reisende war auf die Bahn angewiesen, benötigte aber ein Auto oder Fahrrad, um den Bahnhof zu erreichen. Der Fahrkartenkauf und die Wegfindung waren unklar, insbesondere für Nicht-Muttersprachler.
- Reise: Von Tarrytown zur UT Austin
- Reisezeit: 1 Stunde 15 Minuten
- Kosten: 1,25 $
Die Reiseplanung erwies sich für den Reisenden als einigermaßen einfach, allerdings stieß er während der Fahrt auf fehlende Gehwege, unklare Anweisungen und Verzögerungen.
Bei allen untersuchten Personengruppen waren Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln deutlich länger und komplexer als Autofahrten. Zu den Hindernissen zählten eingeschränkte Zugänglichkeit, unzuverlässiger Service, unklare Informationen und Lücken in der Anbindung an das Nah- und Fernverkehrsnetz.
Methodik
Es ist aufschlussreich, das Verkehrsmanagementprogramm von Austin mit anderen Verkehrsmanagementprogrammen in den Vereinigten Staaten zu vergleichen. Im September und Oktober 2025 führte das Projektteam einstündige Interviews mit Verantwortlichen von Verkehrsmanagementprogrammen in sechs Ballungsräumen.
Dieses Benchmarking hilft ATPW zu verstehen, wie gut seine Strategien, Programme, Taktiken und Ressourcen mit denen vergleichbarer Programme übereinstimmen, und potenzielle neue Strategien zur Steigerung der Programmeffektivität zu identifizieren.
Den Interviewteilnehmern wurden verschiedene Fragen zur Personalstärke und -struktur, zu den Verkehrsmitteln sowie zu Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit gestellt.
- Regionalkommission Atlanta, Georgia
- North Central Texas Council of Governments, Dallas, Texas (NCTCOG)
- Metropolitan Washington Council of Governments, Washington, DC (MWCOG)
- Portland, Oregon
- Regionaler Verkehrsbezirk, Denver, Colorado (RTD)
- Seattle, Washington
Gemeinschaften auf einen Blick
| Gemeinschaft | Bevölkerung | Geografisches Einzugsgebiet | Personalstärke | Jahresbudget | Verkehrsmittel |
|---|---|---|---|---|---|
| Atlanta, Georgia | 6,1 Millionen | 20 Landkreise umfassende Atlanta-Region | 18 Vollzeitmitarbeiter + 15 Vollzeitberater | 6–7 Millionen US-Dollar | S-Bahn, Busse, On-Demand-Mikrodienste |
| Dallas, TX (NCTCOG) | 8,6 Millionen | 12.800 Quadratmeilen, 16 Landkreise | 2,3 Vollzeitäquivalente + 1 Praktikant | 4 Millionen Dollar | Fahrgemeinschaften, Bahn, Busse, On-Demand-Angebote, Fahrradverleih |
| Washington, DC (MWCOG) | 2 Millionen | 10 Landkreise + DC | 11 Vollzeitäquivalente | 1,6 Millionen US-Dollar | Fahrgemeinschaften |
| Portland, OR | 2,5 Millionen | 533 Quadratmeilen | 6 Vollzeitäquivalente | -- | Zu Fuß gehen, Fahrrad fahren, Bus fahren, Bahn fahren, Leihfahrräder und -roller nutzen |
| Denver, Colorado | 3 Millionen | 2.345 Quadratmeilen | 3,5 Vollzeitäquivalente | -- | Bus, Stadtbahn und S-Bahn |
| Seattle, WA | 4 Millionen | 2.134 Quadratmeilen | 3 Vollzeitäquivalente + Praktikanten | 3 Millionen Dollar | Stadtbahn, Wassertaxi, Busse, Fahrgemeinschaften, Mikromobilität |
| Austin, Texas | 2,3 Millionen | Austin + 4 umliegende Landkreise | 6 Vollzeitäquivalente + 1 Aushilfe | 1,4 Millionen US-Dollar | Fahrrad, Roller, Fahrgemeinschaften, Busse, Züge und zu Fuß gehen |
Ergebnisse
Georgia Commute Options ist ein Programm von ARC, das Pendlern hilft, sich im öffentlichen Nahverkehr zurechtzufinden, verschiedene Verkehrsmittel zu nutzen und effizientere Wege zur Arbeit zu finden. Das Programm bietet Arbeitgebern außerdem eine kostenlose Beratung an.
Die Finanzierung von ARC erfolgt aus staatlichen Mitteln zur Verkehrsentlastung und Luftreinhaltung. Obwohl das Programm alle Alternativen zum Alleinfahren fördert, liegt sein Hauptaugenmerk auf dem Pendelverkehr.
Partnerschaften mit Arbeitgebern, Universitäten und Kommunen haben sich als besonders erfolgreich erwiesen. ARC hob Beispiele hervor, wie die Unterstützung von Fahrgemeinschaften bei Umzügen von Büros in Vororte und die Zusammenarbeit mit Arbeitgebern zur Gestaltung von Vergünstigungen, die Radfahren, Zufußgehen und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel fördern.
Soziale Medien und bezahlte Werbung erwiesen sich als die effektivsten Kanäle für die Vermarktung des Programms. Direkte Kosteneinsparungsbotschaften kamen im öffentlichen Nahverkehr am besten an, während Fahrradkampagnen besser abschnitten, wenn sie positiv und unterhaltsam gestaltet waren. Wertebasierte Botschaften schnitten am schlechtesten ab.
ARC nutzt außerdem Pilotprojekte, um Ideen zu testen, darunter Pendlerbotschafterprogramme, kurzfristige Fahrgemeinschaften und On-Demand-Dienste für die erste und letzte Meile für Pendler, die außerhalb der regulären Betriebszeiten unterwegs sind.
Die Verkehrsmanagementoptionen von NCTCOG variieren stark innerhalb der 16 Landkreise umfassenden Region. Die größte Herausforderung besteht darin, ein weitläufiges, aus mehreren Zuständigkeitsbereichen bestehendes und schlecht ausgebautes Gebiet mit unzureichendem öffentlichen Nahverkehr zu bedienen, was eine Anpassung von Botschaften, Verkehrsmitteln und Programmen an die jeweiligen lokalen Gegebenheiten erfordert.
Da sich die Transportmöglichkeiten in der Region erheblich unterscheiden, muss NCTCOG die Kommunikation zwischen den verschiedenen Anbietern integrieren. Daher sind alternative Verkehrsmittel wie Fahrgemeinschaften und Mitfahrgelegenheiten in Kleinbussen für eine regionale Abstimmung unerlässlich.
Ihr Programm zur Reduzierung regionaler Pendelstrecken ist eine erfolgreiche, arbeitgeberorientierte Initiative. Über das Programm „Try Parking It“ erhalten Arbeitgeber ein administratives Dashboard und Mitarbeiter eine mobile App, um alternative Pendelwege zu verwalten, zu verfolgen und zu fördern.
NCTCOG betonte, dass TDM keine Einheitslösung darstellt. Neben dem Aufbau von Beziehungen zu Arbeitgebern kooperiert die Organisation mit städtischen und regionalen Verkehrsbetrieben. Zudem fördert sie neu gegründete Verkehrsmanagementverbände für zwei Jahre und unterstützt diese im Gegenzug bei der Förderung von TDM, wodurch sie ihre Reichweite durch lokale Fürsprecher ausbaut.
Soziale Medien, Präsenzveranstaltungen und Präsentationen haben sich als die effektivsten Kanäle für die Interaktion erwiesen. Derzeit konzentriert sich die Kommunikation auf Daten wie Luftqualität, Kosteneinsparungen und Entlastung des Verkehrs, doch das Team ist überzeugt, dass Humor und emotionale Bindung notwendig sein könnten, um tief verwurzelte Reisegewohnheiten zu verändern.
MWCOG leitet Commuter Connections, ein regionales Netzwerk von Verkehrsorganisationen, das Arbeitgeber und Pendler bei der Wahl des Verkehrsmittels unterstützt. Das Programm wird hauptsächlich von den Verkehrsministerien von Maryland, Virginia und Washington, D.C. finanziert.
Commuter Connections bietet Informationen zu Radfahren, Fahrgemeinschaften, Telearbeit, öffentlichen Verkehrsmitteln und Fußwegen. Ein besonderes Angebot ist das Programm „Garantierte Heimfahrt“, das Pendlern, die mindestens zwei Tage pro Woche alternative Verkehrsmittel nutzen, zusichert, dass sie im Notfall nach Hause kommen.
MWCOG hat festgestellt, dass Investitionen von Arbeitgebern in Pendlervergünstigungen äußerst wirksam sind und arbeitet daher direkt mit Arbeitgebern zusammen. Darüber hinaus vergibt die Organisation Auszeichnungen an Arbeitgeber, die attraktive Pendlervergünstigungen anbieten.
Ein weiteres Programm, Commuter Cash, ermöglicht Pendlern, bis zu 600 US-Dollar jährlich zu verdienen, indem sie Fahrgemeinschaften, Sammeltaxis, öffentliche Verkehrsmittel, Fahrradfahrten und multimodale Fahrten über eine App erfassen. Zu den Kommunikationskanälen gehören traditionelles Radio, bezahlte Social-Media-Werbung, Streaming-Dienste und Podcasts, wobei die Botschaften häufig auf Kosten- und Zeitersparnis abzielen.
Die Abteilung für Mobilitäts- und Sicherheitsprogramme der Stadt Portland konzentriert sich auf Aufklärung und Förderung in Bezug auf Radfahren, Zufußgehen und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Die Abteilung entwickelt Leitfäden für Fußgänger, Radfahrer und Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel mit Karten in gedruckter und digitaler Form.
Die Stadt legt bei der Aktivierung von Infrastrukturprojekten oft Wert auf Öffentlichkeitsarbeit. Wird eine neue Einrichtung eröffnet, beispielsweise ein Radweg, startet die Stadt Kampagnen, um deren Nutzung und Beteiligung zu fördern.
Portland verfügt außerdem über ein erfolgreiches Umzugsprogramm. Die Stadt kauft Adresslisten von Personen, die kürzlich umgezogen sind, und informiert neue Einwohner über Verkehrsmittel. Interessierte können weitere Informationen anfordern, und das Programm verzeichnet eine Rücklaufquote von 10 %.
Zu den Kommunikationskanälen gehören Buswerbung, Radio, spanischsprachiges Radio, E-Mail, Postwurfsendungen, persönliche Veranstaltungen und Haustürbesuche. Bibliotheken und Fahrradläden erwiesen sich als besonders erfolgreiche Verteilungsstellen.
Die Kampagnen in Portland sind spielerisch und nutzerorientiert gestaltet, mit persönlichen Geschichten, farbenfrohen Bildern, praktischen Karten und teilweise sogar Maskottchen. Sie stellten außerdem fest, dass Kampagnen besser funktionieren, wenn sie den sozialen Aspekt einer Aktivität ansprechen, anstatt die Menschen aufzufordern, diese allein auszuprobieren.
RTD betrachtet TDM nicht nur als Mittel zur Steigerung der Fahrgastzahlen, sondern als umfassendere Strategie zur Wertschöpfung durch Verbesserung des Kundenerlebnisses. Die Verkehrsbetriebe haben ihren Fokus von der reinen Fahrgastzählung auf die Messung von Zuverlässigkeit, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit verlagert.
Da das Bedienungsgebiet groß und vielfältig ist, verwendet RTD unterschiedliche Botschaften für verschiedene Zielgruppen. Umwelt- und Gemeinschaftsthemen finden in Boulder Anklang, während die Bevölkerung in den Vororten eher auf Botschaften zu Sicherheit, Sauberkeit und Verkehrsentlastung reagiert.
Veranstaltungsbezogenes Reisen ist im Zeitalter der hybriden Arbeitswelt zu einem wichtigen Schwerpunkt geworden. Gezielte Kampagnen und zusätzliches Personal helfen Gelegenheitsfahrern, den öffentlichen Nahverkehr leichter zu nutzen.
RTD hob außerdem den Wert von Passprogrammen mit Arbeitgebern, Hochschulen und Nachbarschaften hervor, zusammen mit Innovationen wie kontaktlosem Bezahlen mit Fahrpreisobergrenze, ereignisbasierter Reiseplanung, standortbezogener Werbung, Customer Journey Mapping und On-Platform-Botschaftern.
Die Agentur hat außerdem kreative Aktionen wie Quizzüge, kulinarische Stadtführungen und thematische Fahrten zu Feiertagen getestet. Obwohl diese Aktionen nicht immer zu einem deutlichen Fahrgastzuwachs führen, tragen sie doch dazu bei, das Vertrauen zu stärken und den öffentlichen Nahverkehr zugänglicher zu machen.
Das Mobilitätsteam von Seattle wirbt für verschiedene Verkehrsmittel, darunter Stadtbahnen, Wassertaxis und Busse, sowie für die Anbindung an diese Verkehrsmittel durch Fahrgemeinschaften und Mikromobilität.
Eine ihrer erfolgreichsten Kampagnen war „Flip Your Trip“, bei der ein humorvolles Maskottchen, Sal der Lachs, eingesetzt wurde, um über eine wichtige Veränderung zu informieren, die durch den Abriss der Autobahn entlang der Uferpromenade verursacht wurde.
Seattle nutzt regelmäßig einen Mix aus organischen und bezahlten Social-Media-Aktivitäten, Radiowerbung und redaktioneller Berichterstattung. Die Stadt konzentriert sich dabei auf die jeweiligen Zielgruppen, die für das jeweilige Projekt angesprochen werden, beispielsweise Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Menschen, die außerhalb des Stadtzentrums wohnen, und spanischsprachige Gemeinschaften.
Die Botschaften, die am besten ankommen, konzentrieren sich auf Komfort, Zeitersparnis und Sicherheit.
- Partnerschaften mit Arbeitgebern sind nach wie vor einer der stärksten Hebel zur Veränderung des Reiseverhaltens.
- Praktische Vorteile wie Kosten, Komfort, Zeitersparnis und Sicherheit schneiden tendenziell gut ab.
- Unterschiedliche Zielgruppen reagieren auf unterschiedliche Botschaften, daher ist Segmentierung wichtig.
- Pilotprogramme und kreative Aktionen können dazu beitragen, neue Ideen zu testen und Wohlwollen aufzubauen.
- Die Verteilung und Öffentlichkeitsarbeit vor Ort kann genauso wichtig sein wie die digitale Werbung.
Methodik
Als zusätzliche Dienstleistung im Rahmen des Vertrags führte Raftelis ein Mini-Audit der internen Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit durch, um weitergehende Empfehlungen zur Optimierung bestehender Strategien zu geben. Die Überprüfung trug außerdem dazu bei, das Verständnis des Projektteams für die Kommunikationsstruktur, die Protokolle und die Ressourcen von ATPW zu erweitern.
Die Mitarbeiter tauschten Kommunikationsprotokolle, ein Organigramm, Social-Media-Strategien, Beispiele für redaktionelle Beiträge und Newsletter-Konzepte aus. Das Projektteam prüfte diese Materialien sowie die Social-Media-Konten von ATPW und erarbeitete die folgenden Beobachtungen und Empfehlungen.
Ergebnisse
Das Kommunikationsteam für öffentliche Bauvorhaben umfasst 19 Mitarbeiter, davon vier befristet. Die Mitarbeiter sind in den Bereichen redaktionelle Berichterstattung, digitale Medien, Werbung und Bürgerbeteiligung tätig.
Das Team arbeitet derzeit nicht mit einem umfassenden strategischen Kommunikationsplan. Stattdessen orientiert sich die Kommunikation weitgehend an saisonalen Themen und Bauprojekten. Saisonale Themen werden häufig über soziale Medien kommuniziert, während die Projektkommunikation typischerweise auf per Post versandte Informationsblätter, E-Mail-Direktmarketing und Newsletter-Inhalte zur Bewerbung von Veranstaltungen setzt.
Das Team nutzt außerdem bezahlte und organische soziale Medien, Websites, Umfragen, Tage der offenen Tür und Nachbarschaftsrundgänge, um Informationen zu verbreiten und die Mitglieder der Gemeinschaft einzubinden.
Eigene Medien
Der Austin Mobility Newsletter ist eines der effektivsten Kommunikationsinstrumente der Stadt und hat mehr als 5.500 Abonnenten, darunter sowohl Medienvertreter als auch Bürger.
Die Inhalte konzentrieren sich auf Projektfeiern, Baufortschritte, Feedbackmöglichkeiten, Tipps für sicheres Fahren, Hinweise auf wichtige Veranstaltungen und Alternativen zum Autofahren. Die Mitarbeiter stellten fest, dass der Newsletter oft wirksamer ist als einzelne Pressemitteilungen und von der Einbindung von Inhalten von Partnerbehörden wie CapMetro, CTRMA und TxDOT profitiert.
Die Website „Get There ATX“ scheint als zentrale Anlaufstelle für Verkehrsinformationen zu dienen, wurde aber nicht als eine der Hauptstrategien des Teams identifiziert. Es wurden mehrere Verbesserungsmöglichkeiten festgestellt.
- Auf der Startseite sollten deutlicher echte Menschen gezeigt werden, die verschiedene Verkehrsmittel nutzen.
- Grafiken, die anklickbar aussehen, sollten entweder auf Inhalte verlinken oder entfernt werden.
- Der Bildschieberegler könnte wichtige Serviceleistungen wie Bus-, Bahn-, Fahrrad- und Rollerverleih sowie Fußwege besser hervorheben.
- Mehrere Unterseiten wirken veraltet oder inkonsistent und würden von aktualisierten Inhalten und einer übersichtlicheren Formatierung profitieren.
- Manche Karten- und Navigationsfunktionen sind nicht benutzerfreundlich und bedürfen einer klareren Erklärung.
- Defekte oder fehlende Links, einschließlich Verweise auf Fahrradkarten, sollten repariert werden.
Die Website bietet zudem die Möglichkeit, die Marke Get There ATX zu stärken. Bestehende Branding-Elemente, darunter das Logo und die Tierillustrationen, könnten auf der Website und in den sozialen Medien einheitlicher eingesetzt werden.
Die Website von ATPW TDM stimmte in Ton und Sprache im Allgemeinen mit anderen städtischen Verkehrsinformationen überein, und der Text ist für die meisten Leser einfach genug geschrieben.
Das Design und die Schriftgröße sind jedoch möglicherweise nicht für alle Nutzergruppen geeignet. Die schmale Textspalte schränkt die Benutzerfreundlichkeit ein und nutzt den verfügbaren Bildschirmplatz nicht optimal aus. Die kleine Schriftgröße verringert zudem die Lesbarkeit und kann das Nutzererlebnis negativ beeinflussen.
Earned Media
Die Mitarbeiter berichteten von engen Beziehungen zu Verkehrsjournalisten bei Sendern wie KUT, KXAN und Community Impact. Diese Sender wurden von der Bevölkerung auch häufig als vertrauenswürdige Informationsquellen genannt.
Der Fokus von ATPW auf Genauigkeit, Transparenz und Reaktionsfähigkeit scheint diese Beziehungen unterstützt und das Team für zukünftige Medienkontakte gut aufgestellt zu haben.
Soziale Medien
| Plattform | Handhaben | Im Folgenden |
|---|---|---|
| Verkehrs- und Bauamt Austin | 15.000 | |
| @getthereatx | 6.558 | |
| X | @austinmobility | 15.700 |
| Kategorie | Metrisch | Wert |
|---|---|---|
| Erreichen | Gesamtzahl der Follower | 15.000 |
| Engagement | Gesamtzahl der Interaktionen pro Beitrag | 23 |
| Reaktionsfähigkeit | Antworten auf Kommentare | 6% |
| Ausgabe | Beiträge pro Monat | 36 |
Der Facebook-Account von ATPW verfügt zwar über eine solide Follower-Basis, doch das Engagement ist im Verhältnis zur Größe der Zielgruppe relativ gering. Auch die Reaktionsschnelligkeit ist begrenzt, was die Möglichkeiten zum Vertrauensaufbau und zum Dialog einschränkt.
Der Ton ist hilfreich und informativ, doch viele Beiträge konzentrieren sich eher auf das Was als auf das Warum. Bildunterschriften könnten mehr Kontext liefern und erläutern, warum Projekte wichtig sind und wie sie mit den Prioritäten der Gemeinschaft zusammenhängen.
Das visuelle Branding hat sich verbessert, doch bestehen weiterhin Inkonsistenzen bei Schriftarten, Farben und Grafiken. Auch die Barrierefreiheit gibt Anlass zur Sorge, da die häufige Verwendung von Emojis die Nutzung von Screenreadern beeinträchtigen kann. Die Stimmung in der Community zu projektbezogenen Beiträgen ist tendenziell negativ, und Streitigkeiten zwischen Anwohnern dominieren oft die Diskussionen.
| Kategorie | Metrisch | Wert |
|---|---|---|
| Erreichen | Gesamtzahl der Follower | 6.558 |
| Engagement | Gesamtzahl der Interaktionen pro Beitrag | 107 |
| Reaktionsfähigkeit | Beiträge mit Antworten | 46 % |
| Ausgabe | Beiträge pro Monat | 14 |
Der Instagram-Account von Get There ATX zeigt ein stärkeres Engagement und eine höhere Reaktionsgeschwindigkeit als die anderen untersuchten Plattformen. Der Ton ist unbeschwert, locker und ermutigend, was gut zur Plattform passt und zu einer überwiegend positiven Stimmung in der Community beiträgt.
Die visuelle Konsistenz ist im Allgemeinen gut, allerdings kann die uneinheitliche Mischung aus Fotos und Grafiken die Markenidentität insgesamt schwächen. Videos sind untertitelt, doch die häufige Verwendung von Emojis kann weiterhin Probleme mit der Barrierefreiheit verursachen.
| Kategorie | Metrisch | Wert |
|---|---|---|
| Erreichen | Gesamtzahl der Follower | 15.700 |
| Engagement | Gesamtzahl der Interaktionen pro Beitrag | 5 |
| Reaktionsfähigkeit | Beiträge mit Antworten | 0 % |
| Ausgabe | Beiträge pro Monat | 74 |
ATPW hat seine größte Anhängerschaft auf X, doch das Engagement ist im Verhältnis zu den Beiträgen extrem gering. Trotz häufiger Posts generiert der Account keine sinnvolle Interaktion und reagiert selten auf Kommentare.
Der Ton ist direkt und informativ, was für Störungsmeldungen und Serviceinformationen gut funktioniert, doch es bestehen weiterhin Inkonsistenzen im Branding. Die Stimmung in der Community ist tendenziell negativ, obwohl die Anzahl der Kommentare insgesamt gering ist.
Bezahlte Medien
ATPW passt die bezahlten Medien an die Bedürfnisse jeder Abteilung und jedes Programms an, da man sich bewusst ist, dass die Medienbedürfnisse je nach Team und Thema stark variieren.
Bezahlte Medien bieten einen einzigartigen Vorteil, da sie eine gezielte, spezifische und messbare Reichweite ermöglichen, die über die Möglichkeiten organischer Strategien hinausgeht. Dadurch eignen sie sich besonders gut, um die unterversorgten und schwer erreichbaren Bevölkerungsgruppen in Austin anzusprechen.
Meinungen und Einstellungen
Der öffentliche Nahverkehr steht vor einer gravierenden Wahrnehmungsherausforderung, die auf systemischen Bedenken hinsichtlich Zuverlässigkeit, Sicherheit, Komfort und behördenübergreifender Koordination beruht.
- Sicherheit und Zuverlässigkeit: Der öffentliche Nahverkehr gilt weithin als unsicher, unzuverlässig, langsam und unpraktisch. Die Bedenken konzentrieren sich auf das unberechenbare Verhalten der Fahrgäste, bedrohliche Vorfälle und eine mangelhafte Infrastruktur wie unzureichende Beleuchtung und fehlende Unterstände an den Haltestellen.
- Praktikabilität und Zugangsbarrieren: Der Bus gilt für viele alltägliche Fahrten, wie beispielsweise den Lebensmitteleinkauf oder Fahrten mit kleinen Kindern, als unpraktisch. Die Zugänglichkeit wird zudem durch veraltete oder defekte Technik und fehlende grundlegende Hilfsmittel wie Papierkarten und eindeutige Beschilderung eingeschränkt.
- Kostensensibilität: Die monatlichen Kosten einer Busfahrkarte werden von einigen Gemeinden als Hindernis angesehen.
- Unzusammenhängendes System: Die Befragten erkennen zwar die wichtigsten Verkehrsbehörden an, empfinden das Gesamtsystem jedoch als fragmentiert, schlecht koordiniert und nicht in der Lage, mit dem regionalen Wachstum Schritt zu halten.
- Hohes Vertrauen, hohes Misstrauen: Die Mitarbeiter der Stadt Austin und von CapMetro gelten als die vertrauenswürdigsten Quellen für Verkehrsentscheidungen, während TxDOT aufgrund einer wahrgenommenen Fokussierung auf Autos und den Ausbau von Autobahnen weniger positiv bewertet wird.
- Mangelnde Transparenz: Viele Befragte sind der Ansicht, dass die Behörden zwar die Meinung der Öffentlichkeit einholen, den Feedback-Kreislauf aber nicht schließen, was das Misstrauen verstärkt, insbesondere in farbigen Gemeinschaften.
- Stärken von CapMetro: CapMetro wird allgemein als sehr engagiert wahrgenommen und erhält positives Feedback zu Kundenservice, häufigem Fahrplan auf stark frequentierten Strecken, Aufklärungsarbeit in den sozialen Medien und dem Umgang mit der COVID-19-Pandemie. Auch die Red Line und das Projekt Connect werden positiv bewertet.
- Fortschrittliche Bemühungen der Stadt: Die Stadt macht Fortschritte durch Verbesserungen der Fußgängersicherheit, Radwege und Straßeninstandhaltung, auch wenn diese Bemühungen durch die Finanzierung eingeschränkt sind.
Verhaltensweisen
- SOV-Standard: Fahrzeuge mit nur einem Insassen bleiben das primäre Verkehrsmittel, da Autofahren trotz Staus als die sicherste, schnellste und zuverlässigste Option gilt. Zudem vermitteln private Fahrzeuge ein starkes Gefühl der Kontrolle.
- Sicherheitsbedenken hemmen die Mikromobilität: Fahrradfahren und Rollerfahren gelten für die meisten Menschen nicht als realistische Optionen. Insbesondere fehlende Gehwege und unsichere Überwege stellen große Hindernisse für deren Akzeptanz dar.
- Die I-35 als Katalysator: Der bevorstehende Bau der I-35 dürfte zu erheblichen Veränderungen im Reiseverhalten führen. Mehr als die Hälfte der Befragten gaben an, ihre Gewohnheiten ändern zu wollen.
Nachrichten- und Informationskonsum und vertrauenswürdige Quellen
- Fragmentierte Informationslandschaft: Keine einzelne Quelle dominiert den Konsum von Transportnachrichten. Effektive Kommunikation erfordert eine umfassende, mehrkanalige Strategie.
- Vielfältige vertrauenswürdige Kanäle: Zu den vertrauenswürdigen Informationsquellen zählen traditionelle Medien, hyperlokale und digitale Angebote, offizielle Behördenkanäle und informelle, gemeinschaftsbasierte Netzwerke.
- Komplexität der Influencer: Die vertrauenswürdigen Multiplikatoren sind sehr vielfältig und umfassen Medienpersönlichkeiten, Aktivisten aus der Gemeinde, Geschäftspartner, gewählte Amtsträger und lokale Vermittler.
| Quellentyp | Spezifische Quellenbeispiele |
|---|---|
| Lokale Fernsehnachrichten | KXAN, KVUE, Fox 7 News, PBS, Telemundo, Univision, Spectrum Kabelkanal 6 |
| Lokale Print-/Digitalnachrichten | Smartnews.com, Yahoo News, Flipboard, Google News, The Austin Chronicle, Austin American-Statesman, Community Impact, The Austin Monitor, The Texas Tribune, La Voz, San Marcos Daily, Hays Free Press, Caldwell/Hayes Examiner, Lockhart Post Register, Austin Vida |
| Radio | KUT/KUTX, Radiosender 96.7, 100.7, 94.7, KLBJ 590, spanischsprachiges Radio, City Cast |
| Podcasts | Stadtbesetzung |
| Nachbarschaft und soziale Medien | Nextdoor, Nachbarschaftsgruppen auf Facebook, Elgin Community, Lockhart-Caldwell, Reddit (Austin-Subreddit), CapMetro auf Instagram, Facebook-Seite der Stadt Austin, Facebook-Seite von Visit Austin, Facebook-Seite der Stadt San Marcos, Mas Cultura auf Facebook, @whenwherewhataustin auf Instagram |
| Websites und Apps | „Keep Smithville Beautiful“, Stadt Austin, Stadt Lockhart, CapMetro, Google Maps, Flipboard-App |
| Offizielle Regierungs-/Behörden-Empfehlung | E-Mail-Newsletter der Stadt Austin, ihrer Abteilungen und Behörden, Stadtratsmitglieder, Pressemitteilungen der Regierung, Bibliotheksnewsletter, Stadtratssitzungen |
| Gemeinnützige Organisationen/Gemeinschaftsorganisationen | Austin Texas Musicians, DAWAHeals.org, VELA, Historically Underutilized Business Program, Movability, kommunale Gesundheitszentren, Hispanic Chamber of Commerce, Bastrop County Cares, Las Comadres Para Las Americas Network, Kirchen |
| Unternehmen | HEB, Fiesta Mart, JDs Market, Poco Loco, La Hacienda Meat Market, La Michoacana Meat Market, Austin Energy, Austin Water, Banken |
| Informell/Sonstiges | Mundpropaganda von Freunden und Familie, Lehrern, Priestern und Pastoren, Ärzten und Fachkräften, Gemeindegesundheitshelfern (Promotoras), Gemeindeaktivisten |
| Spezifische Influencer/Inhalte | Matthew McConaughey, Paige Ellis, Vanessa Fuentes, Do512, 365ThingsAustin, Jim Spencer, Jen Robichaux, Bill Aleshire, Austin DJs, Judy Bergen, Jill Strube, Kerry Fossler, Kongressabgeordneter Greg Casar |
Die folgenden Empfehlungen skizzieren strategische Maßnahmen, die die Stadt ergreifen kann, um die Hindernisse zu beseitigen, die die Bevölkerung Zentraltexas von der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel abhalten. Diese Empfehlungen umfassen sowohl operative als auch kommunikative Strategien.
Die erste Gruppe konzentriert sich auf Maßnahmen, die kurzfristig mit relativ geringem Investitionsaufwand umsetzbar sind. Die zweite Gruppe umfasst komplexere oder kostspieligere Strategien, deren Umsetzung mehr Zeit in Anspruch nehmen kann.
Kurzfristiger Fokus (0–24 Monate)
- 1. Tarife und Dokumentation standardisierenÜberprüfen und vereinfachen Sie die Tarifstruktur. Stellen Sie sicher, dass alle Zahlungsmethoden, einschließlich App-Zahlung, passender Betrag und Fahrkartenoptionen, in der App, auf der Website und auf den Hinweisschildern vor Ort klar erklärt werden.
- 2. Kontaktloses Bezahlen (Tap-to-Pay) konsequent fördern.Entwickeln und messen Sie eine aussagekräftige Kommunikationskampagne, um das Bewusstsein für Tap-to-Pay zu schärfen und dessen Nutzung im Laufe der Zeit zu verfolgen.
- 3. Die Öffnungszeiten der Go Line-Hotline von CapMetro erweitern.Erweitern Sie den Service auf 24/7 und erwägen Sie eine Abstimmung mit der Stadt, damit die Einwohner von Zentraltexas eine zentrale Anlaufstelle für Echtzeit-Informationen, Reiseplanung, Routenaktualisierungen und Sicherheitsmeldungen haben.
- 4. Beschleunigung des Ausbaus von BusspurenWo möglich, sollten Busspuren auf Hauptverkehrsstraßen und Autobahnen ausgebaut werden, indem Engpasskorridore identifiziert und dedizierte Spuren oder HOV-Zufahrten priorisiert werden.
- 5. Überprüfung und Verbesserung der Schulung zur Verantwortlichkeit der BusfahrerÜberprüfen Sie die Fahrerschulung mit Fokus auf Fahrplantreue, sicheres Fahren und Kundenservice. Erwägen Sie Echtzeitüberwachung und Leistungsprämien.
- 6. Verbesserung der Kommunikation bei RoutenänderungenÜberprüfen Sie, wie Routenänderungen kommuniziert werden, und verbessern Sie die Transparenz, damit die Fahrgäste verstehen, wann und wie Änderungen im Fahrplan vorgenommen werden.
- 7. Park-and-Ride-Anlagen ausbauenDie Entwicklung sicherer, gut beleuchteter und barrierefreier Park-and-Ride-Anlagen mit Anbindung an Schnell- und Hochgeschwindigkeitsstrecken soll beschleunigt werden.
- 8. Ausbau des SchnellstraßennetzesDie Anzahl der Schnellbuslinien soll erhöht werden, um die Fahrzeiten zu verkürzen und die Attraktivität des Busverkehrs insgesamt zu steigern.
- 9. Das Sicherheitsprogramm prüfen, verbessern und fördernÜberprüfen Sie das aktuelle Sicherheitsprogramm und gehen Sie auf wiederkehrende Probleme wie Beleuchtung, Überwachung, App-basierte Sicherheitsmeldung und eine stärkere Präsenz des Sicherheitspersonals ein.
- 10. Mehr Kunst in das Fahrerlebnis einbringenLokale Künstler sollen dazu beitragen, dass sich Busfahren einladender, moderner und stärker mit der Kultur Austins verbunden anfühlt.
- 11. Standardisierung digitaler und physischer InformationenInvestieren Sie in dynamische Beschilderung an Haltestellen und in Bussen und sorgen Sie dafür, dass die Fahrpläne stets aktuell und gut lesbar sind.
- 12. An jeder Haltestelle Karten installieren.Stellen Sie großgedruckte Routenkarten mit Orientierungspunkten, Umsteigepunkten und einem deutlichen Hinweis „Sie sind hier“ bereit.
- 13. Eine langfristige Aufklärungskampagne zum Thema „Fahrradfahren lernen“ durchführen.Erstellen Sie einfache visuelle Anleitungen und kurze Videos, die über einen QR-Code zugänglich sind, und fügen Sie klare Hinweisschilder hinzu, die Zahlungen, Überweisungen und Stoppaufträge erläutern.
- 14. Starten Sie ein Treueprämienprogramm.Ermöglichen Sie es den Fahrgästen, Punkte für Fahrten zu sammeln, die gegen Markenartikel, lokale Produkte oder zukünftige Fahrkartengutschriften eingelöst werden können.
- 15. Führen Sie eine Pendel-Challenge für Arbeitgeber ein.Arbeiten Sie mit großen Arbeitgebern zusammen, um Fahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr zu bezuschussen oder Gutscheine für Probefahrten anzubieten, damit Mitarbeiter 30 Tage lang alternative Verkehrsmittel ausprobieren können.
- 16. Veröffentlichen Sie ein Ergebnis-DashboardErstellen Sie ein öffentliches Dashboard mit Kennzahlen wie Termintreue, Bearbeitung von Sicherheitsmeldungen und Nutzung von kontaktlosen Zahlungsmethoden. Ergänzen Sie dies durch regelmäßige öffentliche Bürgerversammlungen.
- 17. Überprüfung und Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit vor größeren ÄnderungenÜberprüfen Sie die bestehenden Kommunikationsprozesse und verbessern Sie diese, um sicherzustellen, dass die betroffenen Gemeinschaften über die bevorzugten Kanäle und Sprachen erreicht werden.
- 18. Schließen Sie die Feedbackschleifen zur Community.Veröffentlichen Sie übersichtliche Zusammenfassungen, aus denen hervorgeht, welche Beiträge eingegangen sind, wie diese die Entscheidungen beeinflusst haben und warum bestimmte Ergebnisse gewählt wurden.
- 19. Führen Sie ein umfassendes Kommunikations-Audit und einen strategischen Kommunikationsplan durch.Nutzen Sie die Ergebnisse der Audits, um einen messbaren strategischen Kommunikationsplan zu erstellen und diesen jährlich zu aktualisieren.
- 20. Eine einheitliche Marke und einen einheitlichen Sprachstil für den gesamten öffentlichen Nahverkehr schaffen.Die Kommunikation zwischen den Behörden soll so koordiniert werden, dass die Einwohner ein einheitlicheres und vertrauenswürdigeres Bild des öffentlichen Nahverkehrs erleben.
- 21. Regelmäßige Anhörungen zum öffentlichen Nahverkehr einführenVeranstalten Sie regelmäßig Informationsveranstaltungen, bei denen zunächst zugehört wird, und teilen Sie anschließend mit, was gehört wurde und welche Entscheidungen daraufhin getroffen wurden.
- 22. Lokalisierte, segmentierte Kampagnen durchführenUnterstützen Sie Kampagnen auf Nachbarschaftsebene durch hyperlokale Medien und konzentrieren Sie sich auf Fahrten abseits des Arbeitswegs sowie auf die Erreichbarkeit von Randgebieten.
- 23. Eine Initiative unter dem Motto „Öffentliche Verkehrsmittel zum Vergnügen nutzen“ ins Leben rufen.Durch Partnerschaften und Aktionsangebote mit Tageskarten sollen Veranstaltungen, Festivals und touristische Ziele gezielt angesprochen werden.
- 24. Erstellen Sie kulturell relevante InhalteNutzen Sie Austins Humor, die lokale Kultur und den Stolz der Stadt, um den öffentlichen Nahverkehr zu einem authentischen Bestandteil des Stadtlebens zu machen.
- 25. Partnerschaften mit wichtigen Einzelhändlern eingehen, um ältere, mobilitätseingeschränkte und einkommensschwache Fahrgäste zu erreichenPrüfen Sie Partnerschaften mit Einzelhändlern wie HEB, um subventionierte Lieferungen oder spezielle Fahrkarten für notwendige Fahrten zu erhalten.
- 26. Erstellen Sie eine gezielte Kampagne zur Sensibilisierung für Mikromobilität.Die bestehenden Fahrrad- und Rollerfahrer sollen mit Informationen über sichere Routen und die Anbindung von Mikromobilität an Verkehrsknotenpunkte gezielt angesprochen werden.
- 27. Die Social-Media-Strategie verbessernFokus auf Echtzeit-Reaktionsfähigkeit, Anleitungen, nutzergenerierte Inhalte und stärkere Interaktion innerhalb der Community.
- 28. Durchführung von hyperlokalen sozialen InteraktionenWeisen Sie Mitarbeiter zu, die Nachbarschaftsgruppen beobachten und mit ihnen interagieren, Fragen beantworten, Mythen widerlegen und routenspezifische Informationen weitergeben.
- 29. Personalisieren Sie Ihr Marketing mit einer „Gesichter des öffentlichen Nahverkehrs“-KampagnePräsentieren Sie echte Radfahrer und ihre Geschichten, die Routen mit Beruf, Familie und Freizeit verbinden.
- 30. Lokale Künstler oder Influencer im Marketing einsetzenArbeiten Sie mit Kreativen aus Austin zusammen, um die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr zu beliebten Reisezielen zu fördern.
- 31. Praktische Reisevorführungen anbietenBieten Sie regelmäßig Schulungen an, in denen den Bewohnern gezeigt wird, wie sie die App nutzen, Fahrpreise bezahlen und bequem und sicher in öffentliche Verkehrsmittel einsteigen können.
- 32. Ein Anreizprogramm für Unternehmen unter dem Motto „Fahren Sie lokal“ schaffenKooperieren Sie mit lokalen Unternehmen, um Fahrgästen, die einen Fahrschein oder eine App vorzeigen, Rabatte oder Vergünstigungen anzubieten.
- 33. Erstellen Sie eine Kampagne für den öffentlichen Nahverkehr für Besucher.Zusammenarbeit mit Visit Austin und Hotels, um Besuchern Fahrpläne, Pässe und Beispielrouten anzubieten.
- 34. Starten Sie eine Erlebnismarketing-SerieBieten Sie themenbezogene Wochenendausflüge an, wie zum Beispiel Taco-Touren oder Museumsbesuche, um Familien und Freunden die Möglichkeit zu geben, den Umgang mit dem System zu üben.
- 35. Ein Programm zur Kontaktaufnahme mit der Gemeinde einrichtenBeziehungen zu gemeinnützigen Organisationen, religiösen Führern und Nachbarschaftsvereinigungen als vertrauenswürdige Vermittler im öffentlichen Nahverkehr formalisieren.
- 36. Erstellen Sie ein Nachbarschafts-ToolkitImmobilienmaklern, Wohnanlagen, Lehrern und Elternvertretern sollen Materialien und Schulungen zur Verfügung gestellt werden, um den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln zu fördern.
- 37. Erstellen Sie eine vereinfachte ServicematrixEntwickeln Sie eine übersichtliche visuelle Matrix, die alle verfügbaren Transportdienstleistungen sowie Rabatte und Anreize erläutert.
Langfristiger Fokus (24+ Monate)
- 38. Investieren Sie in Beschattung an Bushaltestellen.Stellen Sie sicher, dass stark frequentierte und neu errichtete Haltestellen einen guten Schutz vor Hitze, Regen und Sonne bieten.
- 39. Lücken auf dem Gehweg auf der letzten Meile schließenDen Bau von Gehwegen, die Wohngebiete mit den wichtigsten Buslinien verbinden, beschleunigen und die Anforderungen an angrenzende Gehwege durchsetzen.
- 40. Verbesserung und Optimierung der Instandhaltung von FußgängerüberwegenIn stark frequentierten Verkehrsbereichen müssen gut sichtbare Fußgängerüberwege instand gehalten, die Vegetation entfernt und die Signalleuchten repariert werden.
- 41. Kunst in Mikromobilitätsoptionen einfließen lassenLokale Kunst soll die Sichtbarkeit und Attraktivität der Fahrrad- und Rollerinfrastruktur verbessern.
- 42. Zuverlässiges WLAN betreiben und wartenStatten Sie die Busse mit zuverlässigem WLAN oder anderer Technologie aus, die Echtzeitinformationen und Aktualisierungen der Reiseverbindungen unterstützt.
- 43. Die Nutzung von Bussen als Unterkunft für Obdachlose minimierenSetzen Sie den Aufbau von Partnerschaften mit sozialen Dienstleistern und aufsuchenden Hilfsteams fort, damit obdachlose Menschen Alternativen zur Nutzung von Bussen als Zufluchtsort haben.
- 44. Erhöhung der Sicherheit regionaler RadwegeZusammenarbeit mit Partnern auf Landkreisebene zur Einrichtung geschützter, deutlich gekennzeichneter und gut beleuchteter Radwege, die Randgebiete mit Verkehrsknotenpunkten verbinden.
- 45. Entwicklung regionaler Nord-Süd- und Ost-West-VerbindungenPriorisieren Sie hochfrequentierte Schnellstraßen, die Satellitenstädte und Kreisstädte entlang wichtiger Verkehrskorridore miteinander verbinden.
- 46. Ausweitung der Förderung von flexiblen, gemeinsam genutzten KleinbusprogrammenDas Bewusstsein für bedarfsorientierte Mikrotransitdienste und Sammeltaxis soll gestärkt werden, insbesondere bei Senioren und Bewohnern dünn besiedelter Gebiete.
- 47. Erhöhung der Chancengleichheit für Investitionen im Osten der Stadt.Um Chancengleichheit bei Investitionen in Infrastruktur wie Unterkünfte, Busverbindungen und Gehwegverbesserungen in historisch benachteiligten Stadtvierteln zu gewährleisten, sollten klare Kennzahlen verwendet werden.
- 48. Integration von Verkehrsanbindungen in große regionale EntwicklungsprojekteDie Verkehrsplanung sollte in die Entwicklungsprüfung einbezogen werden, damit neue Projekte am Stadtrand von Anfang an den öffentlichen Nahverkehr unterstützen.
- 49. Garantierter regionaler WochenendverkehrAnalysieren Sie die Nachfrage am Wochenende und erhöhen Sie die Frequenz und Reichweite des Angebots auf wichtigen regionalen Strecken für Berufs- und Freizeitreisen.
- 50. Verbesserung der RadwegplanungBei der Planung neuer Radwegprojekte ist sicherzustellen, dass alle relevanten internen und externen Interessengruppen einbezogen werden.
- 51. Erkunden Sie eine IJA, um CapMetro mit 311 zu verbinden.Die Koordination soll formalisiert werden, damit Informationen zum öffentlichen Nahverkehr und Angelegenheiten, die keine Notfälle darstellen, über das städtische 311-System abgewickelt werden können.
Um die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel effektiv zu steigern, sollte die Kommunikation in der Bevölkerung sowohl Wissenslücken schließen als auch Motivationshindernisse ansprechen. Dieses Rahmenkonzept ordnet die wichtigsten Kommunikationsinhalte in zwei Kategorien ein: grundlegende Fahrgastinformationen und die Förderung eines veränderten Bewusstseins in der Bevölkerung.
Grundlagen der Fahrerausbildung und Navigation
Stellen Sie sicher, dass sich potenzielle Nutzer sicher fühlen und das System von Anfang bis Ende problemlos nutzen können. Diese Informationen sollten sowohl auf digitalen als auch auf physischen Plattformen klar vermittelt werden.
- Schritt-für-Schritt-Anleitungen: Erstellen Sie einfache, aufeinander aufbauende Anleitungen, die Fahrgäste durch die Planung der Reise, das Einsteigen, Bezahlen, Umsteigen und Aussteigen führen.
- Transparenz des Tarifsystems: Geben Sie klare Anweisungen, wie man Fahrkarten erhält und wie man mit allen verfügbaren Methoden bezahlt, einschließlich Karten, passendem Kleingeld und mobilen Apps.
- Integrierte Kartierungssysteme: Entwicklung großer, gut lesbarer Karten, die Routen, Haltestellen, Sehenswürdigkeiten, Fußwege und Sicherheitsaspekte aufzeigen.
- Spezielle Reisehinweise für Familien: Wir bieten leicht zugängliche Hilfestellungen für Reisen mit Kindern, einschließlich Informationen zu Kinderwagen und den Reisebedürfnissen von Familien.
- Spezielle Fahrgastinformationen zur Barrierefreiheit: Bieten Sie klare Hinweise für Personen mit Mobilitätseinschränkungen, einschließlich ADA-konformer Merkmale, bevorzugter Sitzplätze und Zugang über Aufzüge oder Rampen.
Gemeinschaftsbewusstsein und kultureller Wandel
Um die regelmäßige Nutzung zu fördern, sollte die Kommunikation den gesellschaftlichen Wert des öffentlichen Nahverkehrs unterstreichen und positive Erwartungen an die Nutzung wecken. Die folgenden Ideen stammen direkt aus Fokusgruppen und Interviews.
- Darstellung des gesellschaftlichen Engagements: Da Zeitersparnis nicht immer ein überzeugendes Verkaufsargument ist, sollte die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Hinblick auf den Nutzen für die Allgemeinheit dargestellt werden. Beispiel: „Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel nicht, um Zeit zu sparen. Nutzen Sie sie, um Ihren Beitrag zu leisten.“
- Neuklassifizierung der Fahrzeugnutzung: Ermutigen Sie die Menschen, ihr privates Fahrzeug nur dann zu nutzen, wenn es wirklich notwendig ist. Beispiel: „Nutzen Sie Ihr Auto nur im äußersten Notfall.“
- Sicherheit und soziale Interaktion: Helfen Sie neuen Fahrgästen, ihre Ängste abzubauen, indem Sie ihnen die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel als gemeinsames Erlebnis nahebringen. Beispiel: „Fahren Sie mit einem Freund oder einer Freundin.“
- Risikofreier Einstieg: Senken Sie die Hürde für die Erstnutzung mit kostenlosen Probefahrten. Beispiel: „Testen Sie es erst einmal – fahren Sie kostenlos, um Ihre Route zu prüfen.“
- Verhaltenserwartungen festlegen: Höflichkeit und die Einhaltung gemeinschaftlicher Standards fördern. Beispiel: „Fahre wie ein Texaner – höflich und umsichtig.“
- Nutzen Sie die Kultur: Setzen Sie Austins Musik, Kunst und Humor ein, um den öffentlichen Nahverkehr authentisch und lokal zu gestalten. Beispiel: „Wir Austiner sind vielleicht etwas eigenartig, aber auch klug, deshalb nutzen wir die öffentlichen Verkehrsmittel, wann immer es geht.“
- Heben Sie die Pendelzeit als Erholungszeit hervor: Nutzen Sie die Zeit im öffentlichen Nahverkehr zum Lesen, Entspannen oder für Unterhaltung, anstatt sich mit dem Verkehr herumzuschlagen. Beispiel: „Welchen Bildschirm würden Sie lieber betrachten?“ – im Vergleich zur Windschutzscheibe, dem Smartphone oder einem Buch.